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Europameisterschaft 2011

Unsere Teilnahme an der EM auf der Müritz war kein selbstverständlicher Entschluss, sondern ist über längere Zeit – unter gegenseitiger Unterstützung - herangereift. Horsts dringlicher Aufruf an die Schweizer Shark 24 Segler doch wenigstens mit einem Boot vertreten zu sein, gab den letzten Anstoss, uns für eine Teilnahme zu entscheiden. Ausser dem dritten Crew-Mitglied waren die Voraussetzungen wie Segel, Hänger, Zugfahrzeug etc. vorhanden so glaubten wir wenigstens. Als einzige sportliche Vorbereitung sahen wir die Teilnahme an der Kressbronner Pokalregatta, zwei Wochen vor der Meisterschaft, vor. Zu mehr reichte die verfügbare Zeit eben nicht. Mit Paul haben mein Sohn und ich – einen Monat vor dem Meisterschafts-Termin – doch noch unseren dritten Mann gefunden. Aber Paul war am Tag der Kressbronner Regatta schon ausgebucht.

Im Clubgelände
So sind wir am Dienstag die 12 Stunden – bei Traumwetter – ohne sportliche Vorbereitung nach Röbel gefahren. Dank der elektronischen Hilfsmittel erreichten wir in der späten Abenddämmerung zielgenau das Yachtgelände von Röbel und haben da unter uralten Bäumen unserer Shark 24 ein Nachtlager eingerichtet. Im Hotel, ganz in der Nähe, wurden wir nett aufgenommen und trotz geschlossener Küche noch mit einer warmen, schmackhaften Mahlzeit und einem anständigen Schlummertrunk für die lange Anreise entschädigt.

Für die Administration vor Ort, das Einwassern und etwas Training auf dem Wasser haben wir zwei volle Tage eingeplant. Weil das Traumwetter – warm und wenig Wind – anhielt, kam auch etwas Ferienstimmung auf. Völlig überraschend für uns Schweizer wurde für die Registrierung der schriftliche Nachweis einer Haftpflicht Versicherung für das Boot verlangt. Ohne gültige Haftpflicht Versicherung bekommt in der Schweiz kein Boot das jährlich wechselnde Kennzeichen, was die Voraussetzung ist, um ein Boot legal auf dem Wasser zu bewegen. Mächtig Stress kam auf, aber dank elektronischer Kommunikationstechnik wurde das Dokument rechtzeitig beschafft.

Blick vom Clubgelände auf Röbel


Spez. Hafenbecken für Kran
Der Freitag begann bei wunderschönem Wetter mit der Eröffnungszeremonie, sommerlicher Temperatur und lauem Lüftchen. Später am Nachmittag kam dann wenig Wind auf und im Schlepp der Begleitboote wurden die 30 Sharks ins Regattagebiet gebracht. So kam bis Abend wenigstens ein Schwachwind-Lauf zustande. Der Samstag bestand aus Warten auf Wind und einem vergeblichen Startversuch! Auch die professionelle Organisation des Röbeler Segler Vereins und ihr grosszügiges Mitglied, Lothar Fichtner, als Sponsor konnten das nicht ändern.

Lothar Fichtner hat aber die Organisation so grosszügig ausgestattet, dass immer Getränke und Essen – auch am Abend – gratis (!) vorhanden waren. Der Tag endete mit einem Galaabend mit Live Musik und feinem Essen. Man war sich einig: auch wenn am Sonntag die minimalen zwei Läufe nicht gesegelt werden können, um einen Europameister zu küren es wären trotzdem ein paar einmalige Tage gewesen.

Petrus hatte ein Einsehen. Sonntagmittag schickte er den nötigen – wenn auch schwachen – Wind, um die zwei Regatten doch noch segeln zu können. Mit der lokalen Crew auf der „HaiHeels“ als Europameister ist der Röbeler Segler Verein für seine perfekte Organisation gerecht entschädigt worden.
Am Abend folgte die Preisverteilung und als abschliessende Krönung dieser unvergesslichen Tage ein Feuerwerk - noch schöner als an einem Seenachtsfest am Bodensee.


Herzlichen Dank, lieber Röbeler Segler Verein, für diese wunderschönen Tage.

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