Unsere Teilnahme an der EM auf der Müritz war kein selbstverständlicher
Entschluss, sondern ist über längere Zeit – unter gegenseitiger
Unterstützung - herangereift. Horsts dringlicher Aufruf an die Schweizer
Shark 24 Segler doch wenigstens mit einem Boot vertreten zu sein, gab den
letzten Anstoss, uns für eine Teilnahme zu entscheiden. Ausser dem
dritten Crew-Mitglied waren die Voraussetzungen wie Segel, Hänger,
Zugfahrzeug etc. vorhanden so glaubten wir wenigstens. Als einzige
sportliche Vorbereitung sahen wir die Teilnahme an der Kressbronner
Pokalregatta, zwei Wochen vor der Meisterschaft, vor. Zu mehr reichte die
verfügbare Zeit eben nicht. Mit Paul haben mein Sohn und ich – einen
Monat vor dem Meisterschafts-Termin – doch noch unseren dritten Mann
gefunden. Aber Paul war am Tag der Kressbronner Regatta schon ausgebucht.
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Im Clubgelände |
So sind wir am Dienstag die 12 Stunden – bei Traumwetter – ohne
sportliche Vorbereitung nach Röbel gefahren. Dank der elektronischen
Hilfsmittel erreichten wir in der späten Abenddämmerung zielgenau das
Yachtgelände von Röbel und haben da unter uralten Bäumen unserer Shark
24 ein Nachtlager eingerichtet. Im Hotel, ganz in der Nähe, wurden wir
nett aufgenommen und trotz geschlossener Küche noch mit einer warmen,
schmackhaften Mahlzeit und einem anständigen Schlummertrunk für die
lange Anreise entschädigt.
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Für die Administration vor Ort, das Einwassern und etwas Training auf dem
Wasser haben wir zwei volle Tage eingeplant. Weil das Traumwetter – warm
und wenig Wind – anhielt, kam auch etwas Ferienstimmung auf. Völlig überraschend
für uns Schweizer wurde für die Registrierung der schriftliche Nachweis
einer Haftpflicht Versicherung für das Boot verlangt. Ohne gültige
Haftpflicht Versicherung bekommt in der Schweiz kein Boot das jährlich
wechselnde Kennzeichen, was die Voraussetzung ist, um ein Boot legal auf
dem Wasser zu bewegen. Mächtig Stress kam auf, aber dank elektronischer
Kommunikationstechnik wurde das Dokument rechtzeitig beschafft.
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Blick vom Clubgelände auf Röbel |

Spez. Hafenbecken für Kran |
Der Freitag begann bei wunderschönem Wetter mit der Eröffnungszeremonie,
sommerlicher Temperatur und lauem Lüftchen. Später am Nachmittag kam
dann wenig Wind auf und im Schlepp der Begleitboote wurden die 30 Sharks
ins Regattagebiet gebracht. So kam bis Abend wenigstens ein
Schwachwind-Lauf zustande. Der Samstag bestand aus Warten auf Wind und
einem vergeblichen Startversuch! Auch die professionelle Organisation des
Röbeler Segler Vereins und ihr grosszügiges Mitglied, Lothar Fichtner,
als Sponsor konnten das nicht ändern. |
Lothar Fichtner hat aber die Organisation so grosszügig ausgestattet,
dass immer Getränke und Essen – auch am Abend – gratis (!) vorhanden
waren. Der Tag endete mit einem Galaabend mit Live Musik und feinem Essen.
Man war sich einig: auch wenn am Sonntag die minimalen zwei Läufe nicht
gesegelt werden können, um einen Europameister zu küren es wären
trotzdem ein paar einmalige Tage gewesen.
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Petrus hatte ein Einsehen. Sonntagmittag schickte er den nötigen – wenn
auch schwachen – Wind, um die zwei Regatten doch noch segeln zu können.
Mit der lokalen Crew auf der „HaiHeels“ als Europameister ist der Röbeler
Segler Verein für seine perfekte Organisation gerecht entschädigt
worden.
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Am
Abend folgte die Preisverteilung und als abschliessende Krönung dieser
unvergesslichen Tage ein Feuerwerk - noch schöner als an einem
Seenachtsfest am Bodensee.
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Herzlichen Dank, lieber Röbeler Segler Verein, für diese wunderschönen
Tage.
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